Der vierte König

von Bärbel Maier

Zwei Händler treffen sich irgendwo in der Wüste. Der eine ist Hafif, Geschichten-geschichtenerzähler und Weltverbesserer. Der andere ist Rafsan, ein Kamelhändler mit krimineller Veranlagung.  Aus Gewinnsucht verkauft er gerne dasselbe Kamel zweimal. Zum doppelten Preis, versteht sich.

Die unbarmherzige Natur der Wüste zwingt beide dazu, ein gemeinsames Nachtlager aufzuschlagen. Hafif will den geldgierigen Rafsan mit Geschichten überzeugen, ein besserer Mensch zu werden. Der dankt es ihm schlecht: Mitten in der Nacht versucht er, Hafifs Beutel zu stehlen. Rafsan kann einfach nicht aus seiner Haut.

Erst die Geschichte vom Vierten König lässt den Kamelhändler zweifeln. Sie erzählt von einem Weisen, der genau wie die anderen drei Könige das Jesuskind sehen wollte. Aber er und seine Geschenke kamen nie in Bethlehem an. Dieser vierte König traf auf seinem Weg so viele Arme und Bedürftige, die seine Gaben dringend brauchten. Sollte das Glück eines Menschen tatsächlich im Geben und nicht im Nehmen liegen?

Rafsan denkt nach, begräbt seine Kamelpfeife und sagt seinen Kamelen und seinem Gold Ade. Vielleicht wird er jetzt Brotbäcker. Oder er erzählt den Leuten etwas vom Himmel. Oder Hafif lehrt ihn, wie man wirklich gute Geschichten erzählt. Wer weiß das schon?

 

Hafif: Peer Damminger
Rafsan: Patrick Twinem

Regie: Bärbel Maier
Kostüme: Gaby Kinscherf
Bühne: Peer Damminger und Gaby Kinscherf
Musik: Hisham Haeyk

Zielgruppe: ab 6 Jahren

Rafsan erklärt Hafif, wie man ganz besonders viel Geld mit Kamelen verdienen kann.

Rafsan bestiehlt den schlafenden Hafif, weil er glaubt, in seinem Beutel findet er Gold.

 

Hafif erzählt die Geschichte von König Midas

 

Rafsan erzählt die Geschichte vom vierten König