Sultan und Kotzbrocken

ein Stück für kleine und große Sultane von Claudia Schreiber

Der Sultan tut rein gar nichts, außer heiraten. Und selbst das macht keinen Spaß. Seine hundert Frauen bedienen ihn von vorne bis hinten. Und er? – Sitzt auf seinem Kissenberg und schaut auf´s Meer hinaus. Langweilig. Nix los.

„Macht das Spaß?“, fragt ihn sein neuer Diener. Der Sultan zuckt nur mit den Schultern. Er hat keine Ahnung vom Spaß. Vom „Geschmecke“ nicht, vom Einschlafen mit Orchester, von Sultansspucke und vom Urlaub. „Höchste Eisenbahn für einen Kachel und Kissenwechsel!“, denkt sich da sein neuer Diener und lässt den Sultan von der Kissenbergseilwinde – peng – auf den erhabenen Po fallen.„Du Kotzbrocken“, schimpft da der Sultan und freut sich doch, das endlich mal was los ist im Palast! Mit einem Diener wie Kotzbrocken kann das faule Sultansleben echt aufregend werden.

„Sultan und Kotzbrocken“ ist eine deutsch iranische Koproduktion der KiTZ Theaterkumpanei und des Taatr Mani aus Teheran. Gemeinsam entwickeln die beiden Ensembles eine zweisprachige Aufführung für Deutschland und den Iran. Das spannende dabei: es entstehen sechs Versionen des Stückes in unterschiedlicher Besetzung und mit verschiedenen Spieltexten, je nach Aufführungsort mit mehr deutscher oder persischer Sprache. 

 

Mit: Anali Shakoori, Bärbel Maier, Hamed Zahmatkesh, Mehdi Farshidi Sepehr, Peer Damminger und Uwe Heene
Regie: Peer Damminger
Textbearbeitung: Bärbel Maier
Übersetzung: Sepideh Khalili
Kostüme: Gabi Kinscherf

Puppen: Sandie Burke-Späth
Bühne: Peer Damminger, Michael Haufe, Schreinerfarm Frankenthal
Musik: Frank Ruppert
Zielgruppe: ab 4 Jahren
Rechte: Claudia Schreiber

Zusammenschnitt der Szene "Der Sultan geht baden" aus den vier "gemischten" Versionen. Vorstellungen in Ludwigshafen und Teheran im Mai und Juni 2010.

 

Szene: "Wo gibt es denn das Geschmecke?" - deutsch-iranische Version in Ludwigshafen